Lehrlingskonzept
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Lehrlingskonzept
Begleitung der Lernenden darf nicht nebenbei passieren
Die Ausbildung von Lernenden wird bei der Lötscher Plus Gruppe seit jeher grossgeschrieben. Nun bekommt sie sogar noch einen höheren Stellenwert. Leila Wobmann erklärt das neue Lehrlingskonzept.
Lernende sind die Fachkräfte von morgen und die Zukunft des Unternehmens. Dieses Gefühl versucht Lötscher seinem Nachwuchs vom ersten Lehrtag an zu vermitteln. Und das durchaus mit Erfolg, wie Leila Wobmann aus eigener Erfahrung weiss. Vor fünf Jahren begann die heute 20-jährige Malterserin im Spahau ihre KV-Lehre. «Man kümmerte sich herzlich um mich, ich fühlte mich sofort sehr wohl», erinnert sie sich. Auch durfte Leila schon bald selbständig arbeiten und bekam früh Verantwortung übertragen. Klar, dass sie nach ihrem Lehrabschluss vor zwei Jahren in der Firma bleiben wollte. Heute arbeitet sie in der Personalabteilung und trägt selber dazu bei, dass es den Lernenden gut geht.

Mehr Zeit für den Nachwuchs
Wie das? Vor kurzem wurde die Lehrlingsbetreuung bei Lötscher aufgewertet. Durch das neue Lehrlingskonzept hat sich dieser Bereich in der HR-Abteilung zu einem eigenständigen Aufgabengebiet entwickelt, dem nun mehr Zeit eingeräumt wird und bei dem Leila eine wichtige Schnittstellenfunktion ausübt. «Die Begleitung der Lernenden ist nicht etwas, das man so nebenbei erledigen kann», sagt Leila. Umso mehr, weil die Zahl der Lernenden bei Lötscher kontinuierlich ansteigt. Letzten Sommer starteten gleich zehn Jugendliche ihre Ausbildung, im Vorjahr waren es vier. Auch die Zahl der Schnupperlernenden zeigt stetig nach oben. Deshalb habe man auch kaum Mühe, die freien Lehrstellen zu besetzen. Für das wachsende Interesse an der Lötscher Plus Gruppe hat Leila mehrere Erklärungen: Zum Beispiel den Zukunftstag, bei dem die Kinder von Mitarbeitenden einen ersten tieferen Eindruck vom Unternehmen bekommen. Oder die Teilnahme an Lehrlingsparcours der Schulen aus der Umgebung. Nicht zu vergessen natürlich die Mund-zu-Mund-Propaganda, die von aktuellen und ehemaligen Lernenden sowie den Mitarbeitenden ausgeht. Auch während der Schnupperlehre versucht man die Jugendlichen eng zu begleiten. Schliesslich sollen sie sich hier auf Anhieb wohl fühlen. Und am Ende der Schnupperlehre erhalten sie einen Lohn und können sich ein kleines Geschenk aussuchen, wie ein multifunktionales Werkzeug oder ein Musikböxli.
Spiel, Action und Infos
Und wie werden die Lernenden später während der Lehre betreut? Unter dem Jahr finden verschiedene berufsübergreifende Anlässe statt. Wichtig ist der Lehrlingstag, den man vor einem Jahr ins Leben rief und der je einmal im Frühling / Sommer und im Herbst/Winter stattfindet. Er steht im Zeichen von Spiel und Action, vermittelt den Lernenden aber auch wichtige Infos. Bei der ersten Austragung gabs zunächst einen spannenden Input seitens der Suva zu Themen wie Arbeitssicherheit, Stress oder Schlafmangel. Am Nachmittag fuhr die Gruppe in den Escape Room nach Luzern, wo in gemischten Gruppen an-spruchsvolle Aufgaben gelöst werden mussten. Am zweiten Lehrlingstag gings morgens in die Paintball-Farm nach Dietwil, wo anschliessend gemeinsam grilliert wurde. Am Nachmittag führte Werkleiter Rolf Gut die Lernenden durch die neue Bodenwaschanlage in Malters. Im Dezember kam unser Nachwuchs zusätzlich in den Genuss eines dritten Lehrlingstags, der die Lernenden in den Europapark nach Rust führte. Keine Frage: Der Lehrlingstag ist eine ausgezeichnete Möglichkeit, um die Bindung zwischen den Lernenden und ihren Berufsbildnern, aber auch zwischen den Lernenden untereinander zu stärken.
Ehrenmeldung für Noe und Florijan
Dass die Lernenden bei der Lötscher Plus Gruppe qualitativ hochwertige Grundbildungen geniessen, wurde letzten Sommer einmal mehr eindrücklich bestätigt. Noe Furrer und Florijan Arifi schlossen ihre 3-jährige Lehre als Strassenbauer EFZ mit der kantonalen Ehrenmeldung ab. Noe war mit Note 5,6 sogar der kantonsweit beste Absolvent. Dies obwohl die Prüfung für ihn keineswegs perfekt lief: «Vor dem QV war ich sehr nervös und meine Hände zitterten», erinnert sich Noe. Nach dem Prüfungsstart sei es dann zum Glück immer besser gelaufen. Florijan bekundete im Rückbau-Teil zwar etwas Mühe, spürte jedoch schnell, dass es gut kommt. Das Bestehen des QV war für ihn allerdings nur ein Minimalziel: «Ich wollte eine Topleistung abliefern.»